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Der DAX und die Hexen – warum Verfallstage an der Terminbörse häufig Wendepunkte darstellen

Eigentlich weiß keiner so richtig, warum der große Abrechnungstermin an den Terminbörsen, der einmal im Quartal stattfindet, Hexensabbat heißt. Tatsache ist, dass viele Börsianer diesem Terminen entgegenfiebern, nur um anschließend festzustellen, dass sich ausser großen Umsätzen nicht viel getan hat.

Allerdings gibt es auch ein paar Ausnahmen, die längerfristige Bedeutung erlangt haben. Interessant ist nämlich, dass einige der ganz wichtigen Wendepunkte an den Aktienmärkten an solchen Verfallterminen stattfanden oder zumindest in ihrer unmittelbaren zeitlichen Nähe.

Seinen legendären Hochstand im Jahr 2000 erreichte der Dax am 7. März – eine Woche später war großer Verfallstermin. Ähnlich genau sind die Übereinstimmungen bei den Tiefpunkten. Die lange Talfahrt nach der Jahrtausendwende endete am 12. März 2003 – zwei Tage vor dem Hexensabbat. Auch die starke Baisse der Finanzkrise 2008 fand ihren Tiefpunkt im März: Genauer gesagt am 6. März 2009, zwei Wochen vor dem großen Verfallstermin.

Ob die Übereinstimmungen Zufall sind, ist schwer zu sagen. Tatsache ist, dass im Vorfeld solchen Verfallsterminen eine große Menge an spekulativen Positionen beendet werden. Damit tritt eine Bereinigung ein, die durchaus den Boden für einen längerfristigen Trendwechsel bilden kann.

Auch am heutigen Hexensabbat sind die Kurse wieder ordentlich Achterbahn gefahren. 250 Punkte lagen zwischen Hoch und Tief. Es wirkt fast so, als seien Aktien durch den zwischenzeitlichen Rutsch unter die 5000 Punkte ausverkauft worden, bevor sich der Markt dann auf breiter Front erholt hat. Der Blick in die Geschichte zeigt uns, dass die Chancen für einen mittelfristigen Boden durchaus vorhanden sind.

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