Leseprobe

Bestandsaufnahme I:

„Wir befinden uns mitten in einem riesigen volkswirtschaftlichen und geldpolitischen Experiment, das die Welt in dieser Form noch nie gesehen hat. Die meisten wichtigen Industriestaaten haben sich in den vergangenen 60 Jahren einen großen Rucksack an Schulden aufgebürdet. Die jüngste Finanzkrise hat dies noch einmal verstärkt. Um die Banken zu retten, haben viele Staaten für deren Verbindlichkeiten geradegestanden – und dabei sehr wahrscheinlich die eigene Leistungsfähigkeit überschätzt.

Auch wenn es gerade bei uns in Deutschland im Frühjahr und Sommer 2011 so aussehen mag: Die Wirtschafts- und Finanzkrise ist nicht ausgestanden! Sie wechselt gerade ihre Maske. Was als Spekulationsblase begann und zur Bankenkrise wurde, wandelt sich zur Krise der Staatsfinanzen, die uns für die nächsten Jahre beschäftigen wird.“

Bestandsaufnahme II:

„Eine zentrale These dieses Buches lautet: Die Leistungsfähigkeit des Staates wird sinken, wir werden eine Staatsverarmung erleben. Das bedeutet, dass die finanzielle Ausstattung der sozialen Sicherungssysteme schwächer wird. Wer sich heute noch ausschließlich oder weitgehend auf die künftigen Leistungen des Staates verlässt, wird massive Einbußen seines Lebensstandards hinnehmen müssen. Zwei Gründe sind dafür ausschlaggebend. Zum einen die demografische Entwicklung, die das Umlageverfahren der Sozialversicherung immer mehr an die Wand drückt. Zum anderen die starke Verschuldung des Staates, die auch in Deutschland durch die Finanzkrise deutlich angestiegen ist und derzeit durch die Transferleistungen innerhalb der Eurozone in einen Bereich ausgedehnt wird, aus dem eine vernünftige Rückführung nur sehr schwer möglich ist. Die hohe Verschuldung führt dazu, dass der Staat einen immer größeren Teil seiner Einnahmen für Zinsen aufwenden muss und die Löcher in den Sozialsystemen immer schlechter durch Steuergelder ausgleichen kann.“

Ausblick I:

„Aus der Währungsunion wird eine Schuldenunion und sehr wahrscheinlich auch eine Inflationsunion. Erst wenn der Leidensdruck dieser Konstellation für alle Beteiligten zu groß wird – und dies könnte noch einige Jahre dauern – wird es zu einem Aufbrechen des Euro kommen. Allerdings werden die bis zu diesem Zeitpunkt angerichteten Schäden um ein Vielfaches größer sein als sie bei einer marktwirtschaftlichen Vorgehensweise und damit bei einem sofortigen Ende des Euro wären.

Der Preis, den wir alle für ein solches Vorgehen zahlen müssen, lautet:

1. Staatsverarmung durch zunehmende Verschuldung der öffentlichen Hand,

2. dadurch bedingt eine fortschreitende Verarmung jener Bevölkerungsschichten, die auf Transferzahlungen aus den sozialen Sicherungssystemen angewiesen sind,

3. abnehmende Fähigkeit der Staaten, ihre originären Aufgaben, wie Sicherheit, Infrastruktur und Bildung, zu erledigen und zu gewährleisten sowie

4. inflationäre Tendenzen.“

„Die drückende und weiter wachsende Schuldenlast stellt in Verbindung mit den demografischen Belastungen der Sozialsysteme selbst für ein Land wie Deutschland eine äußerst bedrohliche Situation dar. Der demografische Faktor alleine würde wahrscheinlich nur für eine schleichende Verschlechterung sorgen, die möglicherweise aufgefangen werden könnte oder zumindest so langsam vor sich gehen würde, dass viele sie gar nicht wahrnehmen würden. In Verbindung mit den während der Finanzkrise stark gewachsenen Schulden und der Gefahr einer Euro-Transferunion, die in einem weiteren rapiden Anstieg der Schulden münden würde, stehen wir jedoch vor einem Pulverfass, dessen Explosivität nicht unterschätzt werden darf.“

„Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Märkte beginnen werden, die Regierungen unter Druck zu setzen. Investoren sind oft genug kurzsichtig. Heute sehen sie deutsche Staatsanleihen noch als sicheren Hafen. Morgen oder übermorgen schon können die Risiken, die wir hier besprechen, auch zum Tagesgespräch an den Märkten werden und die Zinsen deutlich nach oben treiben. Die Schwelle zu einer vernünftigen Rückführung der Schulden scheint in den meisten Industriestaaten überschritten. Zum einen, weil die pure Höhe der Schulden eine Rückführung verhindert (Stichwort Zinseszinseffekt und Schuldenspirale). Zum anderen, weil die Demografie immer höhere Anforderungen an die Sozialsysteme stellt.“

Ausweg durch Verzicht der Notenbanken?:

„Aus diesem Szenario gibt es einen denkbaren Rückzug, der bislang kaum in der Öffentlichkeit diskutiert wird und der einem teilweisen Staatsbankrott gleichkommt. Die Notenbank verzichtet auf die Rückzahlung der von ihr gehaltenen Staatsanleihen und streicht dem Staat die Schulden. Die von privaten Gläubigern gehaltenen Anleihen bleiben unangetastet. Ein Dominoeffekt durch Verluste der privaten Gläubiger wird vermieden. Die Schulden des Staates verschwinden quasi in einem schwarzen Loch, das das Gegenstück zur enormen Geldschöpfung der vorangegangenen Jahre darstellt. Dies rückt die Staatsfinanzen wieder in einen erträglichen Rahmen, der die Rückkehr zur Finanzierung durch private Investoren (und andere solvente Staaten wie China) ermöglichen würde.“

„Die spannende Frage also lautet: Sind die Käufe der Notenbanken nur die Vorbereitung einer Entschuldung der Staaten? Möglicherweise würde ein solcher Schritt mit weiteren nachhaltigen Veränderungen einhergehen: dem Aufbrechen des Euro, der Einführung nachhaltiger Schuldenbremsen in den einzelnen Staaten oder der Bindung der Währung an eine Golddeckung.“

Neue Risiken I:

„Ganz wichtig ist, dass Sie Folgendes erkennen: Wir stehen vor einer grundsätzlichen Verschiebung der Parameter von Risiko und Sicherheit. Viele Anlagen und Verhaltensweisen, die wir in der Vergangenheit als risikoarm und konservativ kennengelernt haben, dürften sich in den nächsten Jahren als risikoreicher herausstellen. Ähnliches gilt für Verhaltensweisen und Lebensstile.

Was ist damit gemeint? Nun, denken Sie beispielsweise an eine Bundesanleihe oder einen Bundesschatzbrief. Grundsolide Geldanlagen, bei denen die Rendite kalkulierbar ist und das Risiko nahe null. Das war zumindest bisher der Fall. Kaum jemand hat sich ernsthaft gefragt, was er da mit seinem Geld anstellt. In Zukunft wird sich das ändern. Vor dem Hintergrund der anschwellenden Diskussion über Staatsfinanzen und Transferleistungen innerhalb Europas werden sich viele Anleger erstmals darüber bewusst werden, dass sie hier einen oft langjährigen, unbesicherten Kredit an den deutschen Finanzminister geben, der das Geld möglicherweise direkt nach Griechenland, Irland oder Portugal weiterreicht.

Ob dieser Finanzminister Ihren Kredit in zehn Jahren wohl pünktlich und in voller Höhe zurückzahlen kann? Und selbst wenn er dies kann: Was ist Ihr ärmlich verzinstes Geld in zehn Jahren noch wert? Hat eine Verzinsung von – sagen wir mal – drei Prozent ausgereicht, um nach Steuern und Teuerung die Kaufkraft Ihres Geldes zumindest zu erhalten? Oder sind Sie zwar nominal »reicher«, real aber deutlich ärmer geworden?“

Neue Risiken II:

„Das Perfide an der Sache ist Folgendes: Ausgerechnet wer Risiken aus dem Weg gehen will, dem droht in den kommenden Jahren der größte finanzielle Schaden. Derzeit entwickeln sich »neue Risiken«, die von vielen noch nicht als solche erkannt werden. Sie stecken ausgerechnet dort, wo wir uns bisher sicher gefühlt haben: in konservativen Geldanlagen wie Staatspapieren, dem Sparbuch oder der Lebensversicherung.“

„Die Verzagtheit der Deutschen ist sprichwörtlich und hat unter dem Begriff »German Angst« sogar Eingang in den englischen Wortschatz gefunden. Es spricht vieles dafür, dass uns dieser Weg der vermeintlichen Risikoaversion in den kommenden Jahren in die Irre führt, wenn wir die wahren Risiken nicht rechtzeitig erkennen.“

„Was bisher als konservativ und risikoarm galt, ändert seinen Charakter. Wir sind auf dem Weg in eine Periode, in der es das Wort »risikolos« nicht mehr geben wird. Es wird auf der einen Seite diejenigen geben, die sich rechtzeitig Gedanken gemacht haben und Risiken bewusst eingehen. Auf der anderen Seite wird es diejenigen geben, die glauben, allen Risiken aus dem Weg gegangen zu sein, um dann urplötzlich und völlig unvorbereitet doch von ihnen überrascht zu werden. Für unseren Kurs in Sachen wirtschaftlicher Selbstverteidigung ist es entscheidend, dass Sie zur ersten Gruppe gehören. Überlegen Sie also, wie viel Risiko Sie ganz persönlich bereit sind, einzugehen. Aber überlegen Sie vor allem, wo die neuen Risiken für Sie liegen könnten.“

Zum Thema Lebensversicherungen:

„Wie so häufig meinten die Politiker, Anleger besser schützen zu müssen und erreichen genau das Gegenteil. Das Monstrum von einem Regelwerk hört auf den Namen »Solvency II«. Der Teil, der für Anleger relevant ist, lautet: Versicherungen müssen, je nachdem in welche Anlageform sie die Gelder ihrer Kunden investieren, unterschiedlich viel Eigenkapital (also Kapital, das von den Besitzern nicht ohne Weiteres zurückgefordert werden kann) nachweisen. Vermeintlich risikoreiche Anlagen müssen mit mehr Eigenkapital unterlegt werden als risikoarme. So weit so gut. Das Problem besteht aber in der Klassifizierung. Denn während Unternehmensbeteiligungen (22 Prozent Eigenkapital) und Immobilien (25 Prozent Eigenkapital) als risikoreich eingestuft werden, gilt für Staatsanleihen ein Freibrief: null Prozent Eigenkapital! Nichts! Nada! Die neuen Eigenkapitalrichtlinien tun also so, als gebe es beim Investment in Staatsanleihen überhaupt kein Risiko.

Dabei wird übrigens nicht unterschieden, ob es sich um eine Anleihe aus Norwegen, Deutschland oder Griechenland handelt. Der Persilschein gilt für sämtliche Staatspapiere. Und da die Versicherer aufgrund der niedrigen Zinsen ohnehin verzweifelt auf der Suche nach etwas höheren Renditen sind, ist zu erwarten, dass sie verstärkt Anleihen von Wackelstaaten in ihre Depots legen werden.

Es fällt schwer zu sagen, ob die Politik hier aus purem Unvermögen handelt oder ob man sich ganz bewusst mithilfe dieser Regelungen eine billige Staatsfinanzierung durch das Geld der Versicherungskunden verschaffen will. Klar ist jedoch: Für Anleger wird der Kauf einer klassischen Lebensversicherung immer mehr zum Himmelfahrtskommando.“

Zum Thema Aktien:

„Je mehr die Notenbanken eine aufkommende Inflation ignorieren, desto größer ist das Potenzial für Aktien. Anleger werden in diesem Fall in den Aktienmarkt fliehen, um sich vor Wertverlust durch Inflation zu schützen. Aktien dürften sich daher bis etwa 2013-2014 als eine der rentabelsten Anlageformen erweisen. Allerdings sollte jedem Anleger, der versucht, diesen Trend zu reiten, bewusst sein, dass wir es nicht mit einer gesunden Bewegung zu tun haben. Aus diesem Grund ist höchste Vorsicht geboten! Die Kurssteigerungen, die sich an den Aktienmärkten ergeben dürften, werden eine neue Blase bilden – getrieben durch das billige Geld der Notenbanken und durch Preissteigerungen oder zumindest durch die Furcht davor.

Kurz und mittelfristig werden die Aktien durch das billige Geld und sich breitmachende Preissteigerungen getrieben. Sobald diese Triebfeder nachlässt, werden Aktien vor allem durch die fundamental bedingten geringen Wachstumsraten in den Industriestaaten einen sehr schweren Stand haben.“

„Wenn die demografischen Entwicklungen das künftige Wirtschaftswachstum negativ beeinflussen, warum drehen Sie den Spieß nicht einfach um? Suchen Sie gezielt nach Branchen und nach Unternehmen, die von der Alterung der Bevölkerung profitieren. Wohlgemerkt: Wir reden hier nicht über die kurzfristige Spekulation, sondern über Trends, die mehrere Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte brauchen werden, um sich zu entwickeln. Dennoch halte ich diesen Weg für aussichtsreich. Denn das Thema Demografie wird an den Aktienmärkten in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Die Anleger werden gezielt nach Profiteuren suchen und deren Kurse werden steigen, lange bevor sich der demografische Wandel in Heller und Pfennig bemerkbar macht.“

Zum Thema Immobilien:

„Die selbst genutzte Immobilie in einer guten und auch vermutlich auch langfristig gesunden Lage ist ein sinnvolles Investment. Eine moderate Verschuldung ist in Ordnung. Beachten Sie die Zukunftsfähigkeit Ihrer Immobilie vor dem Hintergrund des demografischen Wandels: Eine Altbauwohnung im fünften Stock ohne Aufzug wird in Zukunft für eine immer kleinere Käufer- oder Mieterschicht attraktiv. Ähnliches gilt auch für das klassische Reihenhaus, das sich über vier Etagen erstreckt. Käufe zu vermeintlichen Schnäppchenpreisen in strukturschwachen oder sozial gefährdeten Standorten dürften sich als Eigentor erweisen.

Immobilien zur Vermietung sind keine wirklich krisenfesten Investments. Da sie keine anonyme Anlageklasse sind, ist der Besitzer im Fall einer Krise zum Abschuss freigegeben: durch höhere Steuern und Abgaben, durch stärkere Mietausfälle oder Leerstand und durch Vandalismus. Mietobjekte eignen sich daher nur an ausgesuchten Standorten und bei einer sehr selektiven Mieterauswahl, zum Beispiel der Vermietung an Expatriates, bei denen die Firma als Mieter auftritt.“

Zum Thema Krisenvorsorge mit Edelmetallen:

Das Hauptaugenmerk bei einer Anlage in physischen Edelmetallen ist die Sicherheit und Verfügbarkeit im Extremfall. Damit ist ein Zusammenbruch des Finanzsystems gemeint, der mit einer Verstaatlichung privaten Eigentums und einem Besitzverbot von Gold einhergehen könnte. Besonders für einen solchen Fall eignet sich anonymes und für den Staat »unsichtbares« Gold als Sicherheitspolster. Um es klar zu sagen: Ein solch extremer Fall ist aus heutiger Sicht nicht abzusehen und auch nicht zu erwarten. Er kann jedoch angesichts der wirtschaftlichen Entwicklungen der vergangenen Jahre auch nicht ausgeschlossen werden. Deshalb ist der Besitz von physischen Edelmetallen als eine Art Versicherung für den Krisenfall sinnvoll. Wer eine Lebensversicherung abschließt, rechnet schließlich auch nicht damit, dass er morgen einem Herzinfarkt zum Opfer fällt. Aber er lebt ruhiger mit dem Gedanken, sich und seine Familie abgesichert zu haben.“

Zum Thema Auswandern:

„Deutschland ist sicherlich eines der schönsten und lebenswertesten Länder der Welt. Doch dieser Glanz droht schneller zu verblassen, als viele von uns wahrhaben wollen. Der Gedanke ans Auswandern sollte im Rahmen Ihrer wirtschaftlichen Selbstverteidigung deshalb nicht fehlen. Es gibt keinen Grund, überhastet die Koffer zu packen. Aber es gibt viele gute Gründe, sich mit diesem Thema rechtzeitig zu beschäftigen, Alternativen zu sondieren und mögliche Auswanderungsziele in einem Urlaub einmal »anzutesten«.

In der folgenden Tabelle finden Sie unsere Favoriten unter den Auswanderungsländern im Überblick. Die Übersicht der Länder ist ganz bewusst nach wirtschaftlicher Stabilität, Zukunftsfähigkeit und gesunder Demografie zusammengestellt. Beliebte Auswanderungsziele der Deutschen wie Österreich oder Spanien fehlen daher. Wir fürchten, dass sie im Zuge einer

Gleichmacher-Politik zur Rettung des Euro großen Schaden davontragen werden. Die weitere Entwicklung rund um den Euro sowie der Umgang mit der steigenden Staatsverschuldung sind auch die wichtigsten Indikatoren, die Ihnen sagen werden, wie »dringend« es sein

könnte, Deutschland irgendwann den Rücken zu kehren. Beobachten Sie diese Punkte bitte sehr aufmerksam. Und seien Sie besonders wachsam, wenn es zu Entwicklungen kommt, die eine Auswanderung erschweren. Damit ist nicht gemeint, dass in Deutschland im

Stile der DDR die Grenzzäune hochgezogen werden. Denkbar sind jedoch prohibitive wirtschaftliche Regelungen, die eine Auswanderung finanziell unattraktiv machen, wie beispielsweise eine drastische Wegzugsbesteuerung oder eine (teilweise) Enteignung beim Verlassen des Landes. Spätestens wenn solche Maßnahmen am Horizont erkennbar sein sollten, könnte es Zeit sein, die eigenen Schritte zu beschleunigen.“

Zum Thema berufliche Positionierung:

Die Erfolgsmeldungen vom deutschen Arbeitsmarkt, die 2011 über uns schwappen, werden nicht ewig währen. Auch wenn Deutschland derzeit durch seinen starken Export auf der Sonnenseite steht, ist absehbar, dass es zu einer wesentlichen Eintrübung kommen wird, sobald die Dauerstimulierung der Geld- und Fiskalpolitik nachlässt. Diese Verschlechterung wird uns möglicherweise jahrelang begleiten. Auf diese Veränderungen sollten Sie vorbereitet sein. Die richtige berufliche Positionierung besteht nicht nur aus einer guten Bildung. Genauso wichtig ist es, die eigenen Fähigkeiten zu erweitern und sich selbst optimal zu vermarkten. Stellen Sie sich daher auf den Prüfstand:

- Wie sieht Ihre berufliche Situation aus?

- Was sind Ihre ganz persönlichen Fähigkeiten? Wo liegen Ihre Stärken und Schwächen?

- Wo wollen Sie hin? Was sind Ihre Ziele und Wünsche?

Seien Sie dabei schonungslos und ehrlich zu sich selbst. Das aktuelle konjunkturelle Hoch bietet die Gelegenheit, sich neu zu positionieren und den eigenen Job wetterfest zu machen für die schwierigen Jahre, die vor uns liegen dürften. Die Zeit für einen Wechsel ist jetzt! Derzeit treffen Sie noch auf ein großes Angebot an Arbeitsstellen und auf eine zumeist gute Auftragslage für Selbstständige und Freiberufler. Grundsätzlich gilt: Überlegen Sie genau, was Sie besser können als andere. Schärfen Sie Ihr Profil so weit wie möglich. Vernetzen

Sie sich lokal (durch Stammtische oder Netzwerktreffen) und online. Richten Sie sich ein Profil bei der Online-Plattform Xing ein und pflegen Sie es. Suchen Sie nach interessanten Kontakten. Erweitern Sie Ihr Wissen durch Kurse und Seminare.

Ich bin ein großer Freund von beruflichen Nischen. Je mehr Sie sich spezialisieren, desto weniger Konkurrenz müssen Sie fürchten. Aber prüfen Sie Ihre Nische gut. Denn Spezialisierung hat immer zwei Seiten: Die positive Seite ist die geringe Konkurrenz. Die negative Seite ist, dass es nur wenige potenzielle Arbeitgeber oder Auftraggeber gibt. Eine Nische kann deshalb auch immer zur Falle werden.